CDU-Fraktion: Warum duckt sich die Behörde?

Foto: Ferdi Seidelt

Hier wie dort trauen die Bürger ihren Augen nicht.

Da quälen sich die Menschen mit ihren Fahrrädern, Rollatoren und Rollstühlen die Fuß- und Radwege hoch und runter. Immer in Gefahr zu stürzen. Der Belag ist eine Katastrophe. Wer hat da geschwächelt?

Das Thema im Zusammenhang! Eine Anfrage der CDU-Fraktion Rheinhausen in der Sitzung der Bezirksvertretung am 16. Mai 2019 thematisierte konkret den Rad- und Fußweg zwischen Trompet und Toeppersee.

So hat die CDU-Fraktion Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung unter anderem zum Zustand der Trasse zwischen Trompet und dem Toeppersee erhalten.

  • Die Trasse ist eine bedeutsame Achse für den Fuß- und Radverkehr. Die Berührungspunkte mit dem motorisierten Verkehr sind gering, ein weitgehend gefahrloses Radeln ist möglich. An vielen Stellen haben Ausbesserungsarbeiten dazu geführt, dass die Benutzbarkeit nicht nur eingeschränkt wurde, manche Abschnitte sind geradezu gefährlich geworden.
  • Auf den Abschnitten zwischen Oberfeld und Trompeter Straße, Trompeter Straße und Beekstraße sowie im weiteren Verlauf nach Süden sind Auffüllungen mit Schotter vorgenommen worden. Das verwendete Material ist sehr grobkörnig, manche Teile sind größer als 5 cm. Auch die Mächtigkeit von Auffüllungen ist an einigen Stellen so stark, dass die Befahrbarkeit nicht mehr gewährleistet ist. Und das nicht nur für den Radverkehr, auch Personen mit Rollatoren, Rollstühlen oder Kinderwagen werden behindert.
  • Ist die Nutzung durch das lose aufgeschüttete, grobkörnige Material bereits an vielen Stellen eingeschränkt, so wird es an Rampen und Gefällestrecken richtig gefährlich, so zum Beispiel an der Rampe nördlich der Beekstraße. Dort ist ein längerer Abschnitt auf der gesamten Wegbreite geschottert. Abruptes Bremsen funktioniert nicht. Auf der Südseite der Beekstraße dagegen ist die Rampe voll gepflastert.

Stichproben haben gezeigt, dass auch auf anderen Wegen wie auf der östlichen Seite des Toeppersees grobkörniger Schotter eingesetzt wurde. Die CDU-Fraktion ist der Auffassung, Ausbesserungsarbeiten an solchen Wegen dürfen nicht zum Ergebnis haben, dass die Benutzbarkeit eingeschränkt, verhindert wird oder mit Gefahren verbunden ist. Die Verwaltung wird gebeten, die Missstände - auch im gesamten Bereich des Toeppersees - zu ermitteln und abzustellen.

Zusammenfassend fragte die CDU-Fraktion:

1.  Ist der Verwaltung bekannt, dass für Ausbesserungsarbeiten auf der Trasse zwischen
    Trompet und dem Toeppersee grobkörniges Material, für einen Rad- und Fußweg völlig
     ungeeignet, verwendet wurde?

2.  Ist die Verwaltung der Auffassung, dass durch die Verwendung dieses Materials eine
     uneingeschränkte und gefahrlose Benutzbarkeit der Wege gewährleistet wird?

3.  Wenn nein, wird die Verwaltung diesen Missstand kurzfristig abstellen, zumal es sich hier
     um eine viel genutzte Wegeverbindung handelt?

CDU-Ratsherr Klaus Mönnicks: „Regelmäßig werden wir auf dieses Thema angesprochen. Auf Seiten der Behörde herrscht unverständlicherweise Schweigen. Obwohl der CDU-Fraktion im Mai versprochen wurde, die Fragen zu Protokoll zu beantworten, ist bis heute nichts geschehen. Die von uns unterstützte Bürgerinitiative für sichere Wander- und Radwege hat mittlerweile hunderte Unterschriften im Rathaus am Körnerplatz übergeben. Wir werden den Druck hochhalten, damit endlich Bewegung in die Sache kommt.“

Für die Richtigkeit

Ferdi Seidelt

Vorsitzender

CDU-Fraktion Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen

25. 7. 2019