Zebrastreifen: Angekündigt, eingehalten – aber was jetzt?

 Kommentar: Stefan Dase -  CDU Vorstandsmitglied in Rumeln-Kaldenhausen - Beisitzer & Mitgliederbeauftragter 

 

Foto: Stefan Dase

15. Juli 2019 - Angekündigt und eingehalten: In der letzten Sitzung der Bezirksversammlung stellten die Bezirksvertreter der CDU wie angekündigt ihren Antrag auf Einrichtung eines Zebrastreifens an der Querungshilfe zwischen Rewe und Apotheke.

  • Statt dem Antrag zuzustimmen, möchten die Bezirksvertreter der anderen Fraktionen bis September die Notwendigkeit der Einrichtung mittels Auswertung des bereits durch die Verwaltung installierten Geschwindigkeitsmessgerätes sowie der polizeilichen Unfallstatistik be- oder widerlegen.


Tatsächlich sind diese Auswertungen hierzu ungeeignet!

Fakt: Das Geschwindigkeitsmessgerät ist innerhalb des 150 Meter langen, auf 30km/h begrenzten Stücks der Rathausallee angebracht. Dieser Bereich endet noch vor der Querungshilfe. Kraftfahrzeugführer, die sich mit 50km/h der Querungshilfe nähern und diese so passieren verhalten sich somit regelkonform. Fußgänger die der Meinung sind, die Querungshilfe würde ihnen Vorrang gegenüber des fließenden Verkehrs verschaffen irren.

Mutmaßung: In der polizeilichen Unfallstatistik sind nur wenige oder keine Unfälle in diesem Bereich erfasst.

Folge: Die Messung der Geschwindigkeit wird zeigen, ob sich motorisierte Verkehrsteilnehmer im Bereich der Rathausallee in Höhe des Seniorenzentrums an die Geschwindigkeit halten oder nicht. Diese Messungen haben jedoch keinerlei Relevanz in Bezug auf die Querungshilfe.

An der Querungshilfe werden täglich hunderte Ordnungswidrigkeiten - teilweise mit Behinderung oder Gefährdung - begangen.

Die draus folgende Gefährlichkeit ist weder durch die Auswertung der Geschwindigkeit vor dem Seniorenzentrum, noch durch die der polizeilichen Unfallstatistik belegbar.
Wenn die anderen Fraktionen wirklich an einer Auswertung interessiert sind, sollten sie alle Ordnungswidrigkeiten und beinahe Unfälle an der Querungshilfe mittels Beobachtung erfassen lassen.
Die Querungshilfe bietet viel Konfliktpotenzial zwischen Fußgängern, Radfahrern und Kraftfahrzeugen. Fußgänger die glauben sie hätten Vorrang. Kraftfahrzeugführer die meinen stumpf mit 50km/h die Querungshilfe zu passieren. Radfahrer die beidseitig spontan vor dem fließenden Verkehr die Straßenseite wechseln … und und und …

Wir wollen dieses Gefahrenpotenzial der gegenseitigen Behinderungen und Gefährdungen minimieren und fordern weiterhin den Zebrastreifen!