Klaus Mönnicks hört aufmerksam zu und zeigt wie einige Dinge in Duisburg laufen.

 

Neustart Duisburg ? Senioren Union Duisburg

Neuer Dezernent informiert Senioren Union

Senioren Union sensibilisiert ihre Mitglieder

Zu einer Informationsveranstaltung hatte die Senioren Union mit dem neuen Beigeordneten für Wirtschaft und Struckturentwicklung Andree Haack in das  Cafe Museum unter dem Motto, was ist und was kann unsere Stadt, eingeladen.

Nach kurzer Begrüßung durch die Vorsitzende Frau Parlo und kurzer persönlicher Vorstellung stieg Haack sehr schnell und fundiert in das Thema ein.

Foto: Klaus Mönnicks

Verwundert zeigte sich Haack zunächst über die Organisationsstruktur der bestehenden GFW (Gesellschaft für Wirtschaft).

Fehlende Einbindung in die Verwaltungskonferenz, fehlende Stabstellen und damit einhergehend fehlendes Personal, keine Weisungsbefugnis, kein Investsuport, heißt: keine Stabstelle für Einnahmen/ Ausgaben, insbesondere bezüglich der Ausgaben der Kohleausstiegstrukturhilfen.

Somit, so Hag, steht das Wirtschaftsdezernat ganz am Anfang und benötigt für den Strukturaufbau viel, sehr viel Zeit.

Der Aufbau benötigt auch  Zeit wegen der hohen Verschuldung, des hohen Sanierungsstaus und der Vielzahl nicht realisierter aber geplanter Baumaßnahmen.

Die Infrastrukturausgaben seien von 10 Mio auf 20 Mio  bei gleichbleibender Personalstruktur verdoppelt worden. Eine Extrembelastung der Mitarbeiter in der Verwaltung bis über die Leistungsgrenze hinaus.

Weitere Hemmschuhe sind: die hohe Arbeitslosigkeit, die geringe Kaufkraft, die hohe Gewerbesteuer und das insgesamt miese Image der Stadt, Fachkräftemangel, schlechte Schul- und Ausbildung.

Dabei sieht er auch, so Haack, viel Positives das die Stadt zu bieten hat.

  • 175000 Sozialversicherungspflichtige
  • Höchste Wertschöpfung durch Stahl in der Region
  • Weltgrößter Binnenhafen und somit Logistikstandort
  • Knotenpunkt Seidenstraße –nach Paris und London:das Ruhrgebiet 3 Größtes Ballungsgebiet der Welt
  • der Seidenstraße
  • Eigenentwicklung 20/27
  • 25.000 m2 Fläche die zu heben sind, aber nur wenn die Erschließung selber durch eine Entwicklungsgesellschaft betrieben wird. Hier muss der Schwerpunkt nicht auf Wohn- sondern auf Gewerbeflächen liegen, da Düsseldorf unter Gewerbeflächenmangel leidet.

Keine Gefahr sieht der neue Beigeordnete für die Infrastruktur Duisburgs durch den roten Drachen  (Seidenstraße), denn er sieht neben den gut versorgten Ballungsgebieten das arme Hinterland mit seinem enormen Bedarf, also ehr eine win win Situation mit enormem Vorteil für unseren Export.

Aus seiner Sicht ist ein Monitoringaufbau,  bezüglich der Finanzen und eine Branchenuntersuchung, ein unbedingtes Muss. Er verglich Duisburg mit einem Flugzeug oder Tanker, der ohne Bereitgestellte Daten und Zahlen umherirrt, ohne zu wissen wohin man will.

Als Letztes empfahl er auch die Sozialwirtschaft und den Mittelstand als wirtschaftliche Faktoren nicht aus dem Auge zu verlieren.

Wir müssen Duisburg mit dem was es zu bieten hat

„stolz reden“

war seine Empfehlung am Schluss seiner Ausführungen.

Mit Applaus bedankten sich die ca 50 Teilnehmer/innen und zollten Haack auf diese Art Anerkennung für seine Zukunftsplanungen zum Wohle und zur Weiterentwicklung Duisburgs in eine bessere Zukunft.